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Der Klimawandel verschlimmert diese Situation noch. Experten zufolge beschleunigt die Erderwärmung die globalen Wasserkreisläufe und intensiviert sie. Auch wenn die genauen Folgen der höheren Verdampfung und Niederschläge auf die Wassermenge noch nicht erforscht sind, geht man davon aus, dass sich der Wassermangel negativ auf die Wasserqualität auswirkt und Extremereignisse wie Flut und Dürre zunehmen lässt. Die dadurch verursachte Knappheit wird besonders in den Trockenzonen Afrikas große Migrationsströme hervorrufen, so der Bericht.
Zwar gehen Schätzungen davon aus, dass in sechs Jahren die ganze Welt außer die afrikanischen Länder südlich der Sahara ausreichend mit Trinkwasser versorgt ist. Vom Ziel der weltweiten sanitären Versorgung ist man jedoch weit entfernt. Erfolgen keine drastischen Maßnahmen, werden im Jahr 2030 fünf Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberen Sanitäranlagen haben. Das betrifft derzeit eine halbe Mrd. Menschen alleine in Afrika sowie andere Regionen der Erde. Um das Millenniumsziel der ausreichenden Wasserversorgung zu erreichen, müssen bisherige Anstrengungen verdoppelt werden, fordert der UN-Bericht. Das würde zugleich jede zehnte Krankheit weltweit verhindern.
Die UNESCO fordert eine Verstärkung der Investitionen in Wasser auch seitens der ärmeren Länder, da von dieser Maßnahme wirtschaftliche und soziale Entwicklung besonders abhänge. "Jeder Dollar, der in den verbesserten Zugang zu sicherem Wasser und Sanitäranlagen eingesetzt wird, hat eine Rentabilität zwischen drei und 34 Dollar", so der Bericht. Mangelhafte Versorgung wie in Afrika setze hingegen das Bruttoinlandsprodukt herab. Viele Maßnahmen würden bisher zu kurz greifen, da sie auf den Wassersektor allein beschränkt seien. Erst wenn Entscheidungsträger aus Landwirtschaft, Energie, Handel und Finanzsektor eingebunden sind und Partnerschaften zwischen Regierungen, Privatsektor und Zivilgesellschaft entstehen, könne Wassermanagement wirksam werden.
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